Die historische Falkenmühle
Die historische Falkenmühle
Der Mühlenbann
Der sogenannte Mühlzwang (oder Mühlbann) kam in früheren Jahrhunderten vielfach vor und bestand in der Festlegung, die Bewohner eines bestimmten Bezirks zu zwingen, nur bei einer bestimmten Mühle mahlen zu lassen. Private Mühlen waren in Dörfern, die „zu einer Mühle gebannt“ waren, verboten. Wer gegen den Mühlbann verstieß, indem er einen Müller bevorzugte, der es ihm vielleicht billiger und besser machte, wurde mit Buße belegt. Vielfach durften die Bauern nicht einmal von Hand mahlen. Der Müller in solchen Bannmühlen wurde vom Grundherrn als Pächter eingesetzt und stand damit in einem engen und herausgehobenen Verhältnis zum Grundherrn. Die Bauern, die gezwungenermaßen bei ihm mahlen lassen mussten, fanden ihn wohl schon deshalb ziemlich unsympathisch. Außerdem verdächtigten sie ihn natürlich, beim Mehlauswiegen zu betrügen. Der Müller als Dieb und Mörder kommt in vielen Sprichwörtern und Gedichten vor. Durch den Mühlenbann wurde ein Wettbewerb zwischen den Mühlen verhindert und durch das dadurch erhöhte Mahllohnniveau konnten zusätzliche Einnahmen für die Herrschaft erzielt werden, weiter gab es auch keine Wirtschaftskämpfe zwischen den Mühlen. Viele der Mühlenpächter hatten nur wenig von so erzwungenen hohen Gebühren, da auch ihre Pachtzahlungen an den herrschaftlichen Eigentümer genauestens festgelegt waren. Dieser Mühlenbann ist allerdings ab dem 18. Jahrhundert Schritt um Schritt beseitigt worden. Nun folgte die Zeit, in der die Mahlverpflichtung für die Gemeinden aufgehoben wurde. Die Bevölkerung war nun frei in ihrer Entscheidung und durfte sich ihre Mühle selbst auswählen. Dies hatte zur Folge, dass viele der einst gebannten Mahlgäste sich den Mühlen zuwendeten, die eine bessere Mahlqualität lieferten. Der Grundherr hatte natürlich auch großes Interesse daran, dass seine Dienstpflichtigen ihr Korn auch in seiner Mühle gegen einen entsprechenden Mahllohn mahlen ließen. Das regelte der „Mühlbann“.
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